Biographie des Opernsängers Ján Galla.
Ján Galla beendete sein Studium an der Hochschule für musische Künste in Bratislava in der Klasse von Prof. Ida Černecká. Während des Studiums absolvierte er ein Stipendiums-Aufenthalt in Siena in Italien. Als bester Absolvent der Hochschule im Jahre 1981 würde er sofort Mitglied des Solistenensembles der Pressburger Staatsoper. Im Jahre 1985 gewann er beim Internationalen Wettbewerb von Rio de Janeiro und gewann die Goldene Medaille für die beste Interpretation eines brasilianischen Liedes. Gleich folgten Engagements in der Oper von Rio und in der Arena di Verona. Im gleichen Jahr sang Jan Galla die Partie des Gremin in Tschaikowskys Eugen Onegin mit Mirela Freni und Peter Dvorský.
Im 1988 stellte sich Ján Galla im Teatro Comunale in Bologna wieder in der Zusammenarbeit mit Mirella Freni und Peter Dvorský vor und in demselben Jahr nahm er an einer Konzerttournee in China teil. Im Jahre 1989 sang er mit den Mjenchener Philharmonikern Stabat Mater von Dvořák sowie in Verdis Aida in Chicago. Im Jahre 1990 stellte er sich mit der Oper des SND am Edinburgh Festival in der Oper Faust von Gounod vor. Diese Produktion gewann einen Prestige-Preis. In demselben Jahr sang Jan Galla die Missa Glagolitica von Janáček im Köln. Reich an Auftritten war auch das Jahr 1991, in dem er mit Katia Ricciarelli in Ludwigshafen in Adriana Lecouvreur mitwirkte, später sang er in Attilla in Leeds und die Partie des Raimondo in Lucia di Lammermoor in Dublin.
Ján Galla kehrte zur Glagolischen Messe zurück, die er in Wien im Musikverein interpretierte, weiter sang er in Bologna, Salzburg und mit dem Ensemble der Oper des Slowakischen Nationaltheaters am Jerusalem Festival. Im Jahre 1992 sang Ján Galla Rossinis Stabat Mater in Athen, Barbier von Sevilla in Madrid, und später dann die Bass-Rolle in der Oper Simon Boccanegra in Bremen. Im Jahre 1993 sang er in Janáčeks Z mŕtveho domu (Aus einem toten Haus) in Barbicane in London, Verdis Requiem in Amsterdam und in Strassburg.
In der nächsten Zeit kehrte Ján Galla wieder auf englisches Territorium zurück, sehr erfolgreich war auch sein Mitwirken mit der Oper des Slowakischen Nationaltheaters im Dezember 1996 in der prestigen Opera Comique in Paris in der Partie der vier Bösewichte in Hoffmanns Erzählungen, wo er die Bewunderung vom Direktor des Hauses persönlich entgegennahm. Er stellte sich weiter in der Partie des König Philip II. (Don Carlos) in der Produktion von Jozef Bednárik in Bratislava. Zu seinem gegenwärtigen Repertoire von Ján Galla gehören u.a. die Partien des Sarastro (Die Zauberflöte), Zacharias (Nabucco), Sparafucile (Rigoletto), Mefistofele, Komtur (Don Giovanni) u.a. Im Jahre 2001 sang Ján Galla in der Wiener Staatsoper La Sonnambula von Bellini (Graf Rudolf). In April 2003 sang er Stabat Mater (A.Dvořák) in Oviedo und in Mai 2003 die Partien des Sarastro in Seoul. In Februar und März 2004 sang Dikoj (Kaťa Kabanová) in Antwerpen (Vlaamse Opera) unter der Leitung F.Layer in Regie R.Carsen. In September 2005 sang die Rolle der Gremin (Eugen Onegin) in der famosen Inszenierung von Peter Konwitschny, und in März sang Timur (Turandot) in neue Inszenierung unter der Leitung Ondrej Lenárd. In September 2005 sang die Rolle der Gremin (Eugen Onegin) in der famosen Inszenierung von Peter Konwitschny und im Sommer 2007 mit Patrice Chéreau a Pierre Boulez in Wien, Amsterdam und Aix-en-Provence (Aus einem toten Haus). Aufgrund dieser Zusammenarbeit wurde er mir dieser Inszenierung im Jahre 2010 an Mailänder La Scala eingeladen. Im Jänner 2008 absolvierte Ján Galla eine Tournee mit dem Nationaltheter Prag nach Japan (Sarastro – Die Zauberflöte).