Rezensionen - Ján Galla und seine Darstellung der Rollen:
~ Mephistopheles (CH.Gounod: Faust)
„Mit einer nonchalanten Eleganz ergriff Ján Galla die einzelnen Gestaltungen des Mephistos; ob als der selbstbewusste Mafioso, Diktator, allmächtiger Satan oder als eine märchenhafte Schwarze. Sein sängerischer Ausdruck ist eine exhibitionistische Möglichkeit für die Bass-Stimme, wobei sich der Solist nicht nur auf den dämonischen Ausdruck eingeschränkt, sondern er hat sich auch bemüht die natürliche Schönheit seiner dunkler Stimme zu bewahren.“
Ľubomír Hallon – PRÁCA
„Für die Rolle des Mephistopheles hat sich der Regisseur zwei Basssänger eines ausgezeichneten Niveaus ausgewählt. Beide Kreationen von J. Galla und P. Mikuláš gehen immer aus der individuellen Voraussetzung hervor; originell schilderte Ján Galla die sarkastische und dämonische Charakterzüge seiner Rolle, Mephistopheles, dargestellt von Peter Mikuláš war mehr menschlich. Sängerisch haben beide die höchste Niveau gezeigt.“
Miloslav Blahynka – DIALÓG
„Beide Darsteller von Mephisto traten mit maximaler Konzentration zu ihren Rollen. Die sängerische Leistung war vorbehaltlos. Ján Galla kreiert seinen Mephisto mehr expressiver. Mit seiner suggestiven Stimme und mit der Enthüllung seines Inneren breitete er Grauen, die Gruseln herausrufen.“
Stanislav Bachleda – SMENA
~ Graf Rodolf (V.Bellini: La sonnambula)
„Ján Galla stellte in derselben Rolle hat Rodolfo mit Würde dar und mit einer Menge aristokratischer Erhabenheit, sodass ist die Darbietung authentischer geworden. Sängerisch konzentrierte er sich an der Ausarbeitung vom bel canto bis auf die eindruckvollsten Details. Galla hat bestätigt, dass er den Stil Bellinis gut beherrscht und dass er sein vertrauter Interpret ist.“
Miloslav Blahynka - TEATRO
~ Philippe II. (G.Verdi: Don Carlos)
„Ján Galla fasste diese Rolle mit tragischer zweifelhaften Gestallt, mit einem königlichen Majestät und mit dem Einblick in das Inneres einer gefühllosen Herrscher. Sängerisch einstudierte er dieses Part mit einer kreativen Obersicht und mit einem großen Seelenfrieden.“
Miloslav Blahynka - PRAVDA
~ Der große Inquisitor (G.Verdi: Don Carlos)
„Ján Galla kommt in die Prager Staatsoper aus Bratislava, wo er beide Rolle – Phillippe II. und der große Inquisitor – darstellt. Hier präsentierte er sich in der zweiten sehr anspruchsvollen Rolle des blinden, neunzigjährigen Greises, und das mit einer Art, die sich vom gesamten durchschnittlichen Charakter der Produktion deutlich unterschied. Sein ein bisschen grobkörniger, doch sehr expressiver Bassbariton gehörte (…) zu den Höhepunkten beider Premierenabenden.“
Ivan Žáček – SVET A DIVADLO
~ Don Quichotte (J.Massenet: Don Quichotte)
„Ján Galla ist physisch ein angemessener Don Quichotte, der vielleicht mehr „lautet als erklingt“, aber sicherlich ist er ein Quichotte, der uns auch berührt. Seine Glanzstunde ist das Finale, wenn der Tod sein Wandern durch die Welt beendet. Selbst der Sänger als ob er plötzlich in frostigstarken Momenten reifte...“
Terézia Ursíniová – HUDOBNÝ ŽIVOT
~ Sparafucile (G.Verdi: Rigoletto)
„Der Mörder Sparafucile hat in Peter Mikuláš und Ján Galla ideale Interpreten; besonders Ján Galla als möchte ihm die Rolle mehr entsprechen, wo die Farbe seiner Stimme, Kraft und schauspielerische Lage voll erklingen lässt.“
Viera Polakovičová - VEČERNÍK
~ Paolo (G.Verdi: Simon Boccanegra)
„Mit der Anzahl von Takten gehört die Rolle des Paolo zu den kleineren, aber als dramatische Funktion mit komplexem Aufbau ist sie eine Schlüsselrolle. Ján Galla verlieh diesem unedleren Held ein edler Bassbariton und erhielt sein Porträt.“
Pavel Unger